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Beiträge von Peter im Ordner /pm


Liebe Freunde,

hier findet ihr Links und Texte aus eMails und Vorträgen, wenn ihr ​tiefer in die Open Source Kultur eintauchen möchtet:

Richten wir doch die Lupe auf den wohlwollenden Diktator in der Open Source Kultur: Wie können "3 Millionen Entwickler parallel an LINUX" arbeiten, wo doch erst vor 25 Jahren alles mit "Just for fun" begonnen hat?

In erfolgreichen Open Source Systemen - mit flachen, dezentralen Strukturen - gibt es eine Delegation von oben nach unten zu den Teams

Die Verantwortung für das Projekt beginnt beim "wohlwollenden Diktator ", der bestimmte Verantwortung und die entsprechende Autorität an eine Reihe von Teams, Räten und Einzelpersonen überträgt, an erster Stelle an den Gemeinschaftsrat ("Community Council", "CC"). Dieser Rat oder ein von ihm bestimmter Vertreter entscheidet in allen Streitfragen. Wir sind eine Meritokratie ; wir übertragen Entscheidungsgewalt, Kontrolle und Führung von den ranghöheren Trägern auf die fähigsten und engagiertesten Anwärter.

Man kann viele Systeme probieren oder komplexe lebendigen Ökosysteme studieren und von ihnen lernen. Nach jahrzehntelangem Studium der Open Source Kultur erkennen wir, wie sich die erfolgreichen Projekte von den Projekten die im Sand verlaufenen, unterscheiden:

  • 1) Ohne starkem Maintainer (Einzelperson, Personengruppe, Firma oder zB. Stiftung alswohlwollender Diktator) verzettelt sich eine Community rasch und der Wind ist aus dem Segel!
  • 2) ABER, es ist schon oft passiert, dass Weiterentwicklungen aufgrund der Befindlichkeit des Maintainers ins stocken kamen. Aus diesem Grund gibt es noch die Möglichkeit des forkens. Ein Fork (engl. Gabel) ist eine Abzweigung des Projekts. Dazu nimmt jemand den Quellcode in der neuesten Version und veröffentlicht die Software anschließend auf eigene Faust und entwickeln sie weiter. Forks beleben die OpenSource-Szene, da sie eine stetige Weiterentwicklung garantieren, auch wenn sich gewisse Menschen in dem Prozess querstellen.

Diese beiden Seiten der Medaille steuern das Gleichgewicht in jedem komplexen, lebendigen Ökosystem .

Siehe auch: Maintainer und Forks

Der Maintainer lenkt Energie | Ein Fork kann Energie in eine andere Richtung lenken

Eine Schlüsselrolle in einem Open Source Projekt spielt der Maintainer. Ein Maintainer ist entweder eine Einzelperson, eine Personengruppe, eine Firma oder ein Zusammenschluss von Firmen. Der Maintainer hat die Verantwortung für das Projekt. OpenSourcebasiert darauf, dass jeder mitmacht. Ohne eine Hierarchie funktioniert es allerdings nicht. Der Maintainer führt die Arbeit, die die einzelnen, verstreuten Mitarbeiter machen, zusammen. Sämtliche Änderungen an der Software, die von Mitarbeitern gemacht werden, müssen vom Maintainer abgesegnet werden.

Im Linux-Kernel sieht das zum Beispiel so aus, dass Linus Torvalds der oberste Maintainer des Projektes ist. Die Tausenden Entwickler allein beim Linux Kernel unter einen Hut zu bekommen, ist für eine Person schlicht zu aufwendig. Aus diesem Grund gibt es weitere 100 Maintainer, die sich um einzelne Teilbereiche kümmern. Diese Maintainer tragen dann die Änderungen an Linus Torvalds heran, der diese endgültig absegnet. Ein Maintainer ist eine Art “wohlwollender Diktator” – er hat volle Entscheidungsgewalt über das Projekt und kann entscheiden, welche Änderungen aufgenommen werden und welche nicht. Es ist schon oft passiert, dass Änderungen aufgrund der Befindlichkeit des Maintainers nicht aufgenommen wurden.

Aus diesem Grund gibt es noch die Möglichkeit des forkens. Ein Fork (engl. Gabel) ist eine Abzweigung des Projekts. Eine Person oder eine Gruppe von Personen sind mit der Arbeit des Maintainers nicht zufrieden und entscheiden sich, das Projekt selbst weiterzuführen. Dazu nehmen sie den Quellcode in der neuesten Version und veröffentlichen die Software anschließend auf eigene Faust und entwickeln sie weiter. Was auf den ersten Blick wie ein Diebstahl aussieht, ist aufgrund der verwendeten freien Lizenzen eine legitime Aktion.

Ein prominentes Beispiel ist das OpenOffice -Projekt , für das Oracle der Maintainer ist. Die ursprünglichen Entwickler von OpenOffice waren mit Oracle nicht mehr zufrieden und haben die Document Foundation gegründet, die das Projekt nun unter dem NamenLibreOffice herausgibt. Durch Forking entstehen aus einem Projekt mehrere Projekte, von denen in der Regel das weniger aktive früher oder später aufgegeben wird oder beide Projekte später wieder fusionieren. Es kann sogar passieren, dass gewissen Anwendern eine ältere Version der Software besser gefällt und sie einen veralteten Stand der Software forken und anschließend nur noch Fehler beheben.

Forks beleben die Open Source Szene, da sie eine stetige Weiterentwicklung garantieren, auch wenn sich gewisse Menschen in dem Prozess querstellen.

Für mich ist es eine Grundsatzentscheidung: Meine Lebenszeit investiere ich nur in Projekte, die im Quellcode veröffentlicht sind und unter einer forkfähigen Lizenz stehen!


-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Re: UBUNTU meets Ubuntu
Datum: Mon, 11 Jan 2016 12:37:38 +0100

Alles ist EINS - unglaublich wie gut alles zusammen passt:

Der Link zu den Ubuntu-Verhaltensregeln ist eine gute Grundlage für die Open Source Kultur in der Ubuntu Freiheitsbewegung:

Jede Zusammenarbeit braucht Verhaltensregeln. Die Ubuntu-Verhaltensregeln sollen für ein produktives und glückliches Miteinander sorgen


Die Ubuntu-Verhaltensregeln

Die Ubuntu-Gemeinschaft

Ubuntu dreht sich um die Gesinnung, sich gegenseitig Menschlichkeit zu erweisen: Das Wort selbst umfasst die Geisteshaltung, menschlich zu sein. Wir möchten eine leistungsfähige, zufriedene und rege Gemeinschaft, welche neue Ideen in einem komplexen Umfeld willkommen heißt, Jahr für Jahr alle Prozesse verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Gruppen fördert, die sehr unterschiedliche Bedürfnisse, Ansprüche und Fähigkeiten haben. Wir gewinnen Stärke aus Vielfalt und suchen aktiv die Beteiligung jener, die diese vergrößern. Diese Verhaltensregeln existieren, um sicherzustellen, dass unterschiedliche Gruppen zum gegenseitigen Vorteil und mit Freude zusammenarbeiten. Wir werden Vorurteilen entgegenwirken, welche die Beteiligung jeglicher Person an dem Projekt aufs Spiel setzen könnten. Die Verhaltensregeln bestimmen, wie wir uns in der Öffentlichkeit oder privat verhalten, wann immer das Projekt aufgrund unsere Handlungen beurteilt werden wird. Wir erwarten, dass diese von jedem respektvoll gewürdigt wird, der das Projekt offiziell oder informell vertritt, Zugehörigkeit zum Projekt beansprucht oder direkt teilnimmt. Wir wollen:

Rücksichtsvoll sein

Unser Werk wird von anderen Menschen verwendet und wir wiederum hängen von den Werken anderer ab. Jede Entscheidung, die wir treffen, hat Konsequenzen für Anwender und Kollegen, und wir sollten sie berücksichtigen, wenn wir Entscheidungen treffen.

Respektvoll sein

Uneinigkeit ist keine Entschuldigung für schlechtes Betragen. Wir arbeiten zusammen, um Konflikte zu lösen, setzen gute Absichten voraus und geben unser Bestes, um auf einfühlende Weise zu handeln. Wir lassen nicht zu, dass Frustration in einen persönlichen Angriff umschlägt. Eine Gemeinschaft, in der Menschen sich unwohl oder bedroht fühlen, ist keine produktive.

Die Verantwortung für das übernehmen, was wir sagen und tun

Wir alle machen Fehler; wenn das passiert, übernehmen wir die Verantwortung dafür. Wenn jemand verletzt oder angegriffen wurde, hören wir aufmerksam und respektvoll zu und arbeiten daran, das Falsche zu berichtigen.

Kooperativ handeln

Was wir bewerkstelligen, ist ein komplexes Ganzes, das aus vielen Teilen besteht, es ist die Summe vieler Träume. Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Teams, die jeweils ihre eigenen Ziele und Visionen haben, ist unabdingbar; damit das Ganze mehr als nur die Summe der Einzelteil wird, muss jeder Teil sich bemühen, das Ganze zu verstehen. Zusammenarbeit reduziert überflüssigen Aufwand und verbessert die Qualität unserer Arbeit. Nach innen wie außen zelebrieren wir gute Zusammenarbeit. Wo immer möglich, arbeiten wir eng mit vorgelagerten Projekten und anderen in der Gemeinschaft freier Software zusammen, um unsere Anstrengungen abzustimmen. Wir bevorzugen durchschaubares Arbeiten und binden interessierte Parteien so früh wie möglich ein.

Entscheidungsfreudigkeit, Klarheit und Einigkeit wertschätzen

Meinungsverschiedenheiten, gesellschaftlich wie technisch, sind normal, aber wir gestatten es ihnen nicht, sich unterschwellig festzusetzen, so dass andere über die vereinbarte Richtung im Unklaren bleiben. Wir erwarten, dass Mitwirkende im Projekt Meinungsverschiedenheiten auf konstruktive Weise lösen. Wenn sie dies nicht können, geben wir die Angelegenheit an dafür vorgesehene Gremien mit ernannten Leitern weiter, die dann vermitteln, Klarheit schaffen und die Richtung vorgeben.

Um Hilfe bitten, wenn wir unsicher sind

In dieser Gemeinschaft wird von niemandem erwartet, perfekt zu sein. Fragen frühzeitig zu stellen vermeidet viele spätere Probleme, daher wird zum Fragen ermutigt, selbst wenn diese an das geeignete Forum gerichtet werden können. Diejenigen, die gefragt werden, sollen darauf reagieren und hilfsbereit sein.

Verantwortungsvoll zurücktreten

Wenn jemand das Projekt verlässt oder sich ausklinkt, bitten wir darum, dass dies auf eine Weise geschieht, die Störungen des Projekts minimiert. Sie sollten den Menschen mitteilen, dass sie gehen und angemessene Schritte einleiten, die sicherstellen, dass andere dort anknüpfen können, wo sie aufgehört haben.

Führung, Autorität und Verantwortung

Wir alle leiten durch unser Vorbild, in Diskussionen und durch Taten. Wir ermutigen neue Mitwirkende, dass sie sich berechtigt fühlen, Führungsaufgaben zu übernehmen, zu handeln und Dinge auszuprobieren, wenn sie meinen, dass Innovationen das Projekt voranbringen könnten. Führung kann von jedem einfach dadurch übernommen werden, dass er oder sie handelt. Es ist nicht nötig, eine formale Anerkennung abzuwarten, wenn sich die Gelegenheit bietet, eine Führungsaufgabe wahrzunehmen.

Delegation von oben

Die Verantwortung für das Projekt beginnt beim "[http://de.wikipedia.org/wiki/Benevolent_Dictator_for_Life wohlwollenden

Diktator]", der bestimmte Verantwortung und die entsprechende Autorität an eine Reihe von Teams, Räten und Einzelpersonen überträgt, an erster Stelle an den Gemeinschaftsrat ("Community Council", "CC"). Dieser Rat oder ein von ihm bestimmter Vertreter entscheidet in allen Streitfragen.

Wir sind eine Meritokratie ; wir übertragen Entscheidungsgewalt, Kontrolle und Führung von den ranghöheren Trägern auf die fähigsten und engagiertesten Anwärter.

Die Unterstützung für übertragene Aufgaben ist widerrufbar

Nominierungen für die Ausschüsse ("boards") und Räte ("councils") liegen im Ermessen des Gemeinschaftsrates ("Community Councils"), der jedoch die Rückmeldung der Gemeinschaft sucht, bevor Ernennungen bestätigt werden. Leitung ist keine Auszeichnung, Recht oder Titel; es ist ein Privileg, eine Verantwortung und ein Auftrag (Mandat). Ein Leiter wird seine Befugnisse nur so lange behalten, wie er die Unterstützung derer behält, die ihm die Befugnisse übertragen haben.

Wir schätzen Diskussionen, Fakten und Entschlossenheit

Wir sammeln Meinungen, Fakten und Zusagen der betroffenen Beteiligten, bevor wir Entscheidungen treffen. Wir erwarten von Leitern, den Teams dabei zu helfen, in angemessener Zeit zu einer Entscheidung zu kommen, Rat zu suchen oder aber willens zu sein, die Entscheidung selbst zu treffen, wenn eine Einigung fehlt, und dann die Verantwortung für die Umsetzung zu übernehmen. Die schlechteste Entscheidung überhaupt ist, keine Entscheidung zu treffen: Klare Vorgaben haben Wert an sich. Manchmal sind nicht alle Fakten verfügbar oder eine übereinstimmende Meinung ist nicht erreichbar. Dennoch muss eine Entscheidung getroffen werden. Es gibt nicht immer eine Garantie für eine perfekte Entscheidung - wir ziehen es jedoch vor, zu irren, zu lernen und in Zukunft dann weniger zu irren, anstatt Taten auf unbestimmte Zeit aufzuschieben. Wir verstehen, dass das Projekt besser arbeitet, wenn wir uns darauf verlassen, dass die Teams, die am tiefsten mit einem Problem vertraut sind, die Entscheidung für das Projekt treffen. Falls wir von einer Entscheidung erfahren, mit der wir nicht einverstanden sind, können wir das betreffende Team auffordern, eine gemeinsame Basis zu finden. Wenn das fehlschlägt, haben wir eine Kontroll-Struktur, welche die Entscheidung überprüfen kann. Wenn schließlich von den dafür verantwortlichen Personen eine Entscheidung getroffen wurde und diese durch die Projekt-Leitung unterstützt wird, hat diese Entscheidung Bestand. Niemand von uns erwartet, dass wir mit jeder Entscheidung einverstanden sind, und wir haben die höchste Wertschätzung für die Bereitschaft, zum Projekt zu stehen und zum Erfolg beizutragen, selbst in den Fällen, in denen wir selbst einen anderen Weg bevorzugen würden.

Offene Meritokratie

Wir laden jeden (aus jeder Firma) ein, in jedem beliebigen Bereich des Projekts mitzuwirken. Unsere Gemeinschaft ist offen und Verantwortung kann von jedem Mitwirkenden übernommen werden, der die erforderliche Leistungsfähigkeit und Kompetenz vorweist.

Zusammenarbeit in Teams

Das oberste Ziel eines Leiters ist der Erfolg des Teams. "Ein Virtuose (hervorragender Meister) wird an seinen Taten gemessen; ein Leiter wird an den Taten seines Teams gemessen." Ein Leiter weiß, wann er handeln und wann er sich zurückhalten muss. Er weiß, wann er Arbeit delegieren und wann er sie selbst übernehmen muss.

Anerkennung

Ein guter Leiter sucht nicht das Rampenlicht, sondern stellt die Team-Mitglieder für ihre Arbeit, die sie leisten, heraus. Leiter mögen sichtbarer sein als die Team-Mitglieder, gute nutzen diese Sichtbarkeit, um die großartige Arbeit der anderen hervorzuheben.

Mut und Rücksichtnahme

Führung erfordert gelegentlich kühne Entscheidungen, die in weiten Kreisen nicht verstanden werden, allseitige Zustimmung erfahren oder beliebt sind. Wir schätzen den Mut, solche Entscheidungen zu treffen, weil sie es dem Gesamt-Projekt ermöglichen, schneller voranzukommen als wir es könnten, wenn wir vollständige Zustimmung verlangen würden. Trotzdem erfordert Kühnheit Rücksichtnahme; triff kühne Entscheidungen, aber bedenke die Herausforderungen, welche daraus anderen entstehen, und arbeite daran, die Auswirkungen solcher Entscheidungen auf sie abzumildern. Veränderungen und ihre Begründungen deutlich und frühzeitig mitzuteilen ist genauso wichtig wie die Umsetzung der Veränderungen selbst.

Interessenskonflikte

Wir erwarten von Leitern zu erkennen, wenn sie aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder Beteiligung an anderen Projekten im Konflikt stehen und von Entscheidungen Abstand zu nehmen, die den Anschein erwecken könnten, durch Eigeninteresses motiviert zu sein, oder diese (Anm. d. Ü.: die Entscheidungen) an andere zu delegieren. Wir erwarten von allen, die am Projekt mitwirken, dies mit dem Ziel zu tun, den Benutzern das Leben zu erleichtern. Wer im Zweifel ist, holt eine zweite Einschätzung ein. Es ist wichtig, erkannte Interessenkonflikte anzusprechen; Leiter handeln so, dass die Glaubwürdigkeit der Entscheidungen sichergestellt ist, selbst wenn sie hin und wieder unbeliebt, schwierig oder zugunsten der Interessen einer Gruppe gegenüber einer anderen ausfallen müssen. Dieser Kodex ist weder erschöpfend noch vollständig. Er ist kein Regelbuch; er dient dazu, unser gemeinsames Verständnis des zusammenarbeitenden gemeinschaftlichen Umfelds und der Ziele herauszuarbeiten. Wir erwarten, dass er sowohl dem Sinne als auch dem Wortlaut nach erfüllt wird. Der Ubuntu-Verhaltenskodex ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution-Share-Alike 3.0 lizenziert. Er darf für eigene Projekte weiterverwendet und den eigenen Bedürfnissen entsprechend modifiziert werden, mit der Bitte, anderen zu erlauben, diese Modifizierungen zu verwenden, und das Ubuntu-Projekt als Quelle zu erwähnen!


Betreff: Re: UBUNTU meets Ubuntu
Datum: Mon, 11 Jan 2016 12:26:36 +0100

Von der Seite https://wiki.ubuntuusers.de/Was_ist_Ubuntu/ habe ich das hier fett gedruckte vorgelesen:

Das Wort Ubuntu stammt aus einer afrikanischen Sprache und bedeutet "Menschlichkeit gegenüber Anderen". Es ist "der Glaube an etwas Universelles, das die gesamte Menschheit verbindet". Dieses Konzept ist die Grundlage für die Zusammenarbeit in der Ubuntu-Gemeinschaft. Wir wollen bzw. müssen effizient zusammenarbeiten. Desmond Tutu beschreibt Ubuntu so:

"Ein Mensch mit Ubuntu ist für Andere offen und zugänglich. Er bestätigt Andere und fühlt sich nicht bedroht, wenn jemand gut und fähig ist, denn er oder sie hat ein stabiles Selbstwertgefühl, das in der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen verankert ist." -- Erzbischof Desmond Tutu in "No Future Without Forgiveness" ("Keine Zukunft ohne Vergebung")

Wir haben für diese Linux-Distribution den Namen Ubuntu gewählt, weil wir glauben, dass er die Grundgedanken des Miteinander-Teilens und der Kooperation perfekt trifft, die für die Open-Source-Bewegung so wichtig sind. In der Welt der freien Software arbeiten wir freiwillig zusammen, um Software zu schaffen, die allen nützt. Wir verbessern die Werke Anderer, die wir frei erhalten haben, und teilen unsere Erweiterungen auf der gleichen Basis mit Anderen.

Und das steht im Detail auf der Seite: https://wiki.ubuntuusers.de/Was_ist_Ubuntu/

Inhaltsverzeichnis

  1. Ubuntu
  2. Der Begriff Ubuntu
  3. Die Ubuntu-Verhaltensregeln
  4. Ubuntu-Grundsätze
    1. Freie und quelloffene Software
    2. Freie Software
    3. Quelloffene Software ("Open Source")
  5. Links

Ubuntu

Ubuntu ist ein Betriebssystem für Computer. Es wird von der Firma Canonical herausgegeben und basiert auf der Software, die vom Projekt "Debian/GNU Linux" zur Verfügung gestellt wird. Zudem bietet Canonical kommerziellen Support für Firmenkunden an und nutzt die kostenlose und vielseitige Dokumentation und Unterstützung (Support) der Gemeinschaft in Form von Foren, Mailinglisten und Wikis.

Der Begriff Ubuntu

Das Wort Ubuntu stammt aus einer afrikanischen Sprache und bedeutet "Menschlichkeit gegenüber Anderen". Es ist "der Glaube an etwas Universelles, das die gesamte Menschheit verbindet". Dieses Konzept ist die Grundlage für die Zusammenarbeit in der Ubuntu-Gemeinschaft. Wir wollen bzw. müssen effizient zusammenarbeiten. Desmond Tutu beschreibt Ubuntu so:

"Ein Mensch mit Ubuntu ist für Andere offen und zugänglich. Er bestätigt Andere und fühlt sich nicht bedroht, wenn jemand gut und fähig ist, denn er oder sie hat ein stabiles Selbstwertgefühl, das in der Zugehörigkeit zu einem größeren Ganzen verankert ist." -- Erzbischof Desmond Tutu in "No Future Without Forgiveness" ("Keine Zukunft ohne Vergebung")

Wir haben für diese Linux-Distribution den Namen Ubuntu gewählt, weil wir glauben, dass er die Grundgedanken des Miteinander-Teilens und der Kooperation perfekt trifft, die für die Open-Source-Bewegung so wichtig sind. In der Welt der freien Software arbeiten wir freiwillig zusammen, um Software zu schaffen, die allen nützt. Wir verbessern die Werke Anderer, die wir frei erhalten haben, und teilen unsere Erweiterungen auf der gleichen Basis mit Anderen.

Die Ubuntu-Verhaltensregeln

Jede Zusammenarbeit braucht Verhaltensregeln. Die Ubuntu-Verhaltensregeln sollen für ein produktives und glückliches Miteinander sorgen.

Ubuntu-Grundsätze

Unsere Arbeit an Ubuntu wird von einem Verständnis der Freiheit von Software getragen, das - so hoffen wir - sich verbreiten und die Vorteile der Softwareverwendung in alle Erdteile tragen wird.

Freie und quelloffene Software

Ubuntu ist ein gemeinschaftlich getragenes Projekt mit dem Ziel, ein Betriebssystem und eine vollständige Auswahl an Anwendungsprogrammen zu schaffen und dazu freie und quelloffene Software zu benutzen. Das Herzstück des Verständnisses der Freiheit von Software bei Ubuntu sind diese zentralen Überzeugungen:

  • Jeder Benutzer eines Computers sollte seine Programme für jeden Zweck einsetzen, kopieren, in kleinerem oder größerem Rahmen weitergeben, zu verstehen suchen, ändern und verbessern können ohne Lizenzgebühren bezahlen zu müssen.
  • Jeder Benutzer eines Computers sollte die Möglichkeit haben, seine Programme in einer Sprache seiner Wahl zu benutzen.
  • Jeder Benutzer eines Computers sollte sämtliche Möglichkeiten haben, seine Programme zu benutzen, auch im Falle einer Behinderung.

Unsere Überzeugungen sind in die Programme, die wir geschrieben und in unsere Distribution einbezogen haben, eingeflossen. So werden die Lizenzbedingungen der Programme, die wir vertreiben, an diesen Überzeugungen mit Hilfe der Ubuntu Software-Lizenzrichtlinien gemessen. Wenn Du Ubuntu installierst, erfüllen fast alle Programme schon diese gewünschten Anforderungen und wir arbeiten daran, dass jegliches Programm, das Du benötigst, unter Lizenzbedingungen erhältlich ist, die Dir diese Freiheiten zugestehen. Derzeit gibt es spezielle Ausnahmen für einige Treiber, die es nur in Binärform gibt, ohne die Ubuntu auf manchen Rechnern nicht vollständig installiert werden kann. Diese haben wir in den restricted -Bereich unseres Systems eingestellt, wo sie sich einfach entfernen lassen, wenn man sie nicht benötigt.

Freie Software

Freie Software heißt auf Englisch free software . Das englische free bedeutet sowohl "kostenlos" als auch "frei". Wir berechnen nichts für Ubuntu und das bleibt auch so. Vor allem aber meint "Freie Software" die Freiheit derjenigen, die sie nutzen bzw. weiterbearbeiten. Diese Freiheiten ermöglichen der Ubuntu-Gemeinschaft zu wachsen und ihre gemeinsame Erfahrung und ihr Wissen weiterzugeben, um Ubuntu zu verbessern und es für den Einsatz in neuen Ländern und Branchen anzupassen. Um aus "Was ist freie Software? " der Free Software Foundation zu zitieren, sind die wichtigsten Freiheiten freier Software beschrieben als:

  1. Die Freiheit, das Programm für jeden Zweck zu benutzen.
  2. Die Freiheit, zu verstehen, wie das Programm funktioniert und wie man es für seine Ansprüche anpassen kann.
  3. Die Freiheit, Kopien weiterzuverbreiten, so dass man seinem Nächsten weiterhelfen kann.
  4. Die Freiheit, das Programm zu verbessern und die Verbesserungen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit die ganze Gemeinschaft davon profitieren kann.

Die soziale Bewegung für Freie Software gibt es seit mehr als zwei Jahrzehnten. Diese Bewegung hat Millionen an Codezeilen, Dokumentation und eine dynamische Gemeinschaft hervorgebracht, zu der sich Ubuntu stolz hinzuzählt. Mehr dazu gibt es beignu.org .

usw, ...

Am 11.01.2016 12:16 schrieb *

Und weitere geballte LINKS zum Thema UBUNTU Freiheitsbewegung und Open Source KULTUR:

-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Re: UBUNTU meets Ubuntu
Datum: Sat, 9 Jan 2016 15:50:53 +0100

Am 2016-01-09 um 10:49 *:
ich finde die schönen Texte über Open Source, die du zitiert hast, nicht. Bitte den Link.

Über BitCoin haben wir leider nicht gesprochen.

  • Das Internet baut auf das freie quelloffene TCP/IP Protokoll auf, gehört niemanden und damit wieder allen Menschen.
  • Bitcoin baut auf das freie quelloffene Blockchain Protokoll auf, gehört niemanden und damit wieder allen Menschen.

Bankzentralen, Bankfilialen, Währungen, Bankkonten, Kreditkarten, Bankomatkarten, Zins und Zinseszins können in der Praxis mit einem Schlag durch Bitcoin ersetzt werden, wenn die Menschen erwachen und das System Bitcoin akzeptieren möchten. Bitcoin ist da, gehört niemanden und damit gleichzeitig allen, funktioniert seit über fünf Jahren besser und sicherer als jedes Geld- und Bankensystem und kann von niemanden ausgeschaltet werden.

  • Zentral von oben nach unten: Über Buchdruck -> Radio -> Fernsehen -> VHS/Betamax Videoassetten (verschwindet gerade wieder) -> DVD -> Blu-Ray wurde Content von wenigen Produzenten erzeugt und von vielen Menschen konsumiert. Das war wichtig für die Manipulation und Versklavung der Menschen.
    • Dezentral von unten nach oben: Über Internet Homepages, Foren, Blogs und Streamingportalen wie YouTube wird Content von vielen Benutzern erzeugt und von vielen Menschen konsumiert. Das ist wichtig für Menschen, die aufwachen und sich dazu entscheiden "freiwillig frei" zu werden. Dabei ist das freiwillig wichtig. Schwimmen lernt jeder selbst.
  • Zentral von oben nach unten: Bankzentralen, Bankfilialen, Währungen, überzogene Bankkonten und Kreditkarten, Zins und Zinseszins sind Tools zur Manipulation und Versklavung der Menschen. Schlecht am System ist: Mit Geld, Geld zu verdienen, das führt auf der anderen Seite durch Verschuldung zur Versklavung!
    • Dezentral von unten nach oben: Die freie - von jedem kostenlos einsetzbare Blockchain Technologie - ist die Grundlage von Bitcoin, Freecoin, Onecoin, ... Sogar der Banken- und Börsenbereich weiß inzwischen, dass die eigene Technik unterlegen ist (weil sich Open Source Technologie immer schneller entwickelt) und sucht nach Wegen, die eigene Technik durch die freie Blockchain Technologie zu ersetzten. Menschen, die aufwachen und sich dazu entscheiden "freiwillig frei" zu sein können schon heute Bitcoin wählen und damit das zentrale Banken-/Machtsystem in einem Akt der "Spontanen Evolution" abwählen. "Freiwillig frei" kann jeder nur für sich selbst werden. Ich bin, weil wir sind - Ubuntu - das kann sehr schnell gehen. Siehe: http://freecoin.ch
  • Siehe: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/blockchain-der-neue-hype-der-banker-a-1070877.html | "Für die Deutsche Bank ist Blockchain "eine der ersten wirklich disruptiven Ideen aus dem Fintech-Bereich". Die spanische Großbank Santander rechnet mit einem Sparpotenzial von bis zu 20 Milliarden Dollar pro Jahr."

  • Grob gesagt, beschreibt Blockchain die Struktur der Datenbank hinter der digitalen Alternativwährung Bitcoin: Alle Bitcoin-Transaktionen werden auf allen beteiligten Rechnern gespeichert, in Blocks zusammengefasst, die jeweils mit sämtlichen vorangegangenen Transaktionen verkettet sind (Kette = chain).
  • Ein zentrales Register wie in einer Bank oder einer Börse (oder einer staatlichen Behörde) entfällt damit. Das Netz der Teilnehmer übernimmt die Kontrolle darüber, dass eine Zahlung echt ist, Geld den Besitzer wechselt und der Zahler tatsächlich über dieses Geld verfügte. Alle wissen alles (nur die Namen der Teilnehmer werden anonymisiert). Ein zentrales Register wird überflüssig.

Habe auf http://DENKwelten.eu reingesehen und zum erstenmal was über Freecoin gelesen.
In dem Zusammenhang, was ist von Onecoin zu halten?
Da wird gerade von Vertrieblern ein Hype aufgebaut (die Vertriebsprovisionen hat mit Onecoin fast nix zu tun)
Die freie Open Source Blockchain Technologie von Bitcoin kann von jedem für seine Idee verwendet werden. Das ist wie mit den Buchstaben, du kannst selbst entscheiden was du damit tust. Und die Leser dürfen dann entscheiden, welches Buch oder welche Blogseite sie wählen. Obwohl Bitcoin im Vergleich zur übrigen Finanzwelt noch sehr klein ist, ist es bereits heute das einzig "Große Milliarden Ding" im alternativen Finanzbereich auf unserer Mutter Erde.

Der Weg weg vom Geld, hin zum nachhaltigen Wohlstand. Siehe: http://www.ecovital.org/de/crowdfunding/komplementaerwaehrung/ | Bernard Lietaer: "Das Konzept ausbalancierter, strukturell intakter und gut funktionierender Ökosysteme erklärt, wie komplexe Systeme – einschließlich der monetären und finanziellen – strukturell instabil werden, sobald die Produktivität überbetont wird auf Kosten von Vielfalt und Vernetzung sowie der entscheidenden Widerstandsfähigkeit, die diese bieten. Das überraschend Grundlegende und Anwendbare dieser Erkenntnis liegt darin, dass es zu nachhaltigem Wohlstand gehört, Vielfalt auch in unsere Währungen und dazugehörigen Institutionen zu bringen, und damit die Verfügbarkeit von Geld in seiner wesentlichen Funktion als Tauschmittel zu erhöhen, statt als Mittel zum Sparen und für Spekulation. Zudem sind diese Währungen speziell so gestaltet, dass sie andernfalls ungenutzte Ressourcen mit unbefriedigten Bedürfnissen innerhalb einer Gemeinschaft, einer Region oder eines Landes verbinden. Diese Währungen werden als „ergänzend“ bezeichnet."

Wie viele Blockchain-Alternativ-Systeme sich im "Funktionstüchtigkeits-Fenster" bewähren werden, wird die Zukunft zeigen.

Alle systemkritischen Ressource müssen wir frei verfügbar machen. Das funktioniert in einer Open Source Kultur über die Wahl einer "Freien Lizenz":

Diese freien Tools sollten die Menschen aber uneingeschränkt (also auch kommerziell) verwenden dürfen. Am Jahrzehnte alten Beispiel Linux und Open Source Software können wir gut beobachten, dass sich komplexe Ökosysteme so am besten in einem vital ausgeglichenen Funktionstüchtigkeits-Fenster entwickeln.
Zur Open Source Kultur gehört zum Beispiel auch die Open Source Ökologie :

Info ist von etwa 2012, wo steht das "Ding".Auf www.DENKwelten.eu findest du Links zu interessanten Themen als Denkanstöße zum "weiter forschen" auf Google, YouTube und in Blogs. Aktuell gepflegte Linklisten wären eine nette Aufgabe für die Ubuntu Freiheitsbewegung.

Alles hat seinen Sinn. Alles ist eins. Sollte jemand bis hier her noch daran gezweifelt haben, dass die ehemaligen Eliten nur mehr den Rückzug antreten können, dann sollte er sich noch folgendes Open Source Thema auf der Zunge zergehen lassen:

Mesh-Netzwerke als neue und alternative Form des Internets

"Vor dem Hintergrund starker Zentralisierungstendenzen sowie anhaltender Probleme in Zusammenhang mit Datenschutz- und Überwachungsgebahren wird in Mesh-Netzwerken inzwischen eine neue beziehungsweise alternative Form des Internets gesehen. Denn sind genügend Endgeräte innerhalb einer Mesh-Kette miteinander verbunden, können Informationen auch über enorme Distanzen ausgetauscht werden – ohne dass dabei irgendwelche Daten durch die Leitungen der mächtigen Internet-Providergeschickt werden müssen."

Inzwischen funktioniert also das Internet auch schon ohne "Internet Provider" :-)

Mit etwas Energie in unserem Smartphone, Tablet oder Laptop funktioniert die Echtzeit-Kommunikation im "morphogenetischen Feld Mensch" ohne zentraler Instanz. Von 7,4 Milliarden Mitgliedern im "morphogenetischen Feld Mensch" verwenden bereits mehr als 43% Smartphone, Tablet, Laptop und PC:

Bevor ich noch mehr Zeit in die Beantwortung der eMail stecke, sollte ich lieber das neue Ubuntu "Trac Wiki" aufsetzen!

So können wir weitere Informationen im "Trac Wiki" austauschen und somit allen Ubuntis im "aktiven Kreis" zugänglich machen.

Herzliche Grüße
Peter

PS.: Noch zwei Links zur "Spontanen Evolution":

PPS.: Wenn du möchtest, kannst du diesen Gedankenaustausch gerne an die "Wiener Ubuntu Runde" vom Mittwoch weiter senden. :-)


Hallo Michael,

>ich will die UBUNTU Info-Sharing Plattform und interne Orga-Plattform möglichst rasch umsetzen beginnen. Wie kann das gehen ?

ich installiere uns (ich bin, weil wir sind :-) ) noch dieses Wochenende die Projektmanagement Software "Trac Wiki".

Wie in der Wikipedia beschrieben: "Zwar ist Trac primär für den Einsatz in Software-Projekten gedacht, kann aber auch anderweitig (z. B. als reines Wiki oder Issue-Tracking-System) verwendet werden. Auch die Übersetzung von Büchern lässt sich mittels Trac koordinieren."

Hier hast du einen kleinen Vorgeschmack:

PS.: Wenn du gerade Zeit und Muße hast, findest du auf www.DENKwelten.eu interessante Links ...


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zuletzt geändert vor 12 Monaten Zuletzt geändert am 22.01.2018 04:01:06

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